„ganz nebenbei – eigentlich im Spielen lernen wir eine Menge“

Durch den regelmäßigen Aufenthalt in der Natur erwerben Kinder spielerisch unmittelbare Lebens- und Lernerfahrungen, bedingt durch den jahreszeitlicher Naturrhythmus als strukturierendes Element.

  • Die Abläufe im jahreszeitlichen Naturrhythmus mit all den Nuancen erleben die Kinder unmittelbar, ganzheitlich, intensiv und mit allen Sinnen.
  • Die Jahreszeiten - Frühling, Sommer, Herbst und Winter - mit ihren unterschiedlichsten, faszinierenden und spannenden Erscheinungsbildern stehen für ein Erlebnis- und Erfahrungsspektrum.

 

Die Kinder erleben/ erfahren/ entdecken z.B. –

  • Die Freude über das erste „Grün“ der Frühlingsblumen,
  • das schwebende „Gelb“ des Zitronenfalters
  • und das strahlende „Gelb“ der Kinderblume (Löwenzahn) im Frühling.
  • Den wärmenden Sonnenstrahl am Sonnenfeld nach dichtem Nebel und Kälte.
  • Die dunklen Wolken am Himmel und den beginnenden Regenguss.
  • Den Geruch der Natur nach einen Sommerregen.
  • Den Geruch der Erde nach dem Umpflügen.
  • Entdeckung/ Faszination - „Leben in der Erde“.
  • Die raschelnden Blätter im Herbst.
  • Die zugefrorenen Pfützen im Winter.
  • Nebel, Hagel, Blitz und Donner im natürlichen Umfeld.

 

Dadurch entsteht eine Vielzahl von Fragen:

- Warum ist der Frühling bunt, duftend, laut, voller Bewegung.
- Der Winter still, starr und arm an Farben und Gerüchen?
- Wo sind die Vögel, Insekten und die anderen Tiere im Winter?
- Von wem stammen die Spuren im Schnee?
- Warum verändert sich unser Maisinger Bach nach dem Regenguss?
- Wer hat das Blatt angefressen?
- Warum ist der „Ball“ (Galle) am Blatt?
- Wohin führt die Ameisenstraße?
- Warum tanzen die Blätter im Herbst?
- Warum werden sie bunt?
- Aus was ist Nebel?
- Wie entstehen Hagel, Schnee, Regen, Blitz und Donner?
- Woher kommt das Loch im Apfel?
- Was ist hinter der Rinde des Baumstammes?
- Was sind eigentlich Pilze?
- Warum „stauben“ die Staubpilze?
- Warum sind die Blätter grün, und die Blumen bunt?
- usw., usw., usw.......

 

Kinder lernen durch erleben, sehen, erfahren, berühren, entdecken!

- Zu frühe und zu viele „Erklärungen“ stören das Beobachtungs- und Entdeckerverhalten des Kindes. Deshalb ist es wichtig, Kinder zum genauen Beobachten und Fragen anzuregen!
- Denn diese interessierte, neugierige und fragende Grundhaltung nimmt das Kind mit in die Schule – zum Lernen... ! (Somit ein lernen zum Lernen!)

Das keimende, wieder entstehende Naturleben im Frühjahr, die Blumen- und Gräservielfalt im Sommer ( erfordert ein genaues „Hinsehen“ bezüglich unterscheiden).
Das wärmende Feuer im Spätherbst und Winter, der kühlende Bach im Sommer, die eiskalte Luft an einem klaren Wintermorgen, die duftende Erdscholle im Frühjahr oder im Herbst beinhalten ein großes Erlebnis- und Entdeckungsspektrum.

Die Feste und Feiern im Jahreskreislauf z.B. das Herbstfest mit Kürbisgesichtern, Blätterkronen und Stockbrot über dem Feuer, das Laternenfest an St. Martin, ein Lichterfest (Lucienfest)am Maisinger Bach, Waldweihnachten, Winteraustreiben, Frühlings,- Baumfest und das Mittsommer, -Steinfest fördern zusätzlich soziale Kompetenzen und einen weiteren Schwerpunkt von Kind und Natur – ein Kinderhaus für die gesamte Famillie.

Zusammenfassend sind dies Erlebnisse für Kinder, die Erfahrungen und Wissen beinhalten.

Daraus entwickelt sich Liebe, Wertschätzung und Verantwortungsgefühl für die Natur, denn:

Nur was man kennt und achtet, kann man schützen.

Zusätzlich aber auch ein soziales Miteinander, Helfen und Anerkennen des Anderen.