das Lebensumfeld von Kindern durch veränderte Bedingungen immer stärker eingeschränkt wird.
Erste Folgen dieser Entwicklung werden sichtbar. Die Kinder sind heute weniger ausgeglichen, haben Koordinierungsprobleme, Übergewicht
und Sprachstörungen. Seelische Verarmung wird in erschreckendem Ausmaß bereits bei Kleinkindern diagnostiziert. Die Ursache liegt u. a. am
Bewegungsmangel und der Naturentfremdung.
Durch die vielfältigen Spiel- und Gestaltungsmöglichkeiten mit Naturmaterialien wird den Auswirkungen eines Überangebots an vorgefertigten
Spielsachen vorgebeugt. Dieses Vorgehen sehen wir auch als Suchtprävention.
Kind und Natur – wir lernen in der natürlichen Umgebung. Die Kinder erfahren eine gesunde körperliche, geistige und seelische Entwicklung – dank
der „heimlichen Lehrer“ in der Natur.
ein Kinderhaus weil...
dem gegenüber die Gleichrangigkeit des Erlebens in Räumen steht, denn das soziale Erleben von Kindern unterscheidet sich
nach dem jeweiligen Lernort durchaus erheblich voneinander. Kinder müssen auf ein Leben in Innenräumen mit eigenen Gesetzmäßigkeiten vorbereitet
werden.
Spielmaterialien sind bei Kind und Natur bewusst reduziert. Naturmaterialien und Ausstattungen, die das Erzählen und Entdecken
fördern, stehen im Vordergrund.
Die Stille in der Natur stärkt die Wahrnehmung. Dadurch werden u. a. die Konzentrationsfähigkeit und
Ausdauer gefördert.
für die Stadt Starnberg
Das größte Kapital der Stadt Starnberg ist – die Einbettung in eine wunderschöne, erhaltenswerte und natürliche Landschaft!
Diese wertvolle Natur-Landschaft prägt den Lebensraum für alle Bürger der Stadt Starnberg und ist mitbestimmend für die Lebensqualität
aller Bewohner.
Das Kinderhaus – Kind und Natur – schafft durch sein Konzept ein nachhaltiges ökologisches Fundament für die Stadt Starnberg.
Denn: Umweltschutz und kindliche Naturbegegnungen sind eng miteinander verbunden. Naturpädagogik sensibilisiert und weckt das Bewusstsein für die Natur und Naturzusammenhänge in ihr, für die Schönheit
der Naturphänomene,
deren Einmaligkeit
und Vielfalt.
„Nur was man kennt und achtet, kann man auch schützen!“
Kind und Natur – Kinderhaus ist im sozialen Miteinander in der und für die
Stadt Starnberg somit mehr als nur eine so genannte „Bedarfsanerkennung“.
Pädagogik/Förderung
Die Bildung und Erziehung bei Kind und Natur basiert auf naturpädagogischen Erkenntnissen und der Pädagogik von Maria Montessori. Die Montessori-Pädagogik
ist ein Bestandteil unseres Konzeptes.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie bei www.montessori.de Geplant ab Betriebsbeginn (angestrebt Frühjahr 2008)
Die Gruppenräume im Kinderhaus sind überwiegend spielzeugfrei. Naturmaterialien und eine Ausstattung, die die Phantasie, das Entdecken und
Erzählen fördern, stehen im Vordergrund.
Das erreichen wir durch z.B. einen Lese/Bilderbuchbereich, einen Werkraum, einen Experimentier- und Forscherbereich, durch einen Musik- Klang-, Fühl-
und Tastbereich.
Für die Naturzwerge und Naturentdecker findet wöchentlich ein „Haus-Gartentag“ statt.
Die geplanten Naturerkundungsbereiche sind – der Höhenweg in Söcking, die Maisinger Schlucht und der „Wilde Kaiser“.
Für die Naturentdecker – spielerisches Englisch,
wöchentlich für circa eine Stunde begleitet die Kindergruppe Naturentdecker eine englisch sprechende Fachkraft im Naturbereich.
Für Naturzwerge und Naturentdecker, in angestrebter Zusammenarbeit mit der Musikschule Starnberg am Haustag: Töne, Lieder, Rhythmus, Tanz.
Projektarbeit:
Wir arbeiten in situationsorientierten Projekten. Das heißt, wir berücksichtigen bei der Planung von Bildungsangeboten die Bedürfnisse
und den Ist-Stand der Entwicklung des Kindes (Kinder lernen am erfolgreichsten, wenn das Angebot ihren Interessen und ihrem Entwicklungsstand entspricht),
die Jahreszeiten, Naturgegebenheiten, sowie die Themenangebote unserer Vernetzungspartner z.B. Bund Naturschutz, Vogelschutzbund. Langzeitprojekte erstrecken
sich in der Regel über drei Monate.
Das Projekt „meine Heimatstadt“ findet jährlich während der Wintermonate statt. Projekttage
zum Thema Naturwissenschaften sind situationsgebunden.
Eine große Bedeutung trägt für uns die Beobachtung der Kinder und Dokumentation unserer Arbeit. Da sie hilft Entwicklungsverläufe
wahrzunehmen und Ansätze für die weitere pädagogische Arbeit zu finden.
Als Grundlage für Elterngespräche bieten wir Eltern „Beobachtungsbögen für Eltern“ z.B. zum Gespräch nach der Eingewöhnungszeit
und in Bezug auf die Schulreife an.
Entwicklungsverzögerte, behinderte Kinder sind uns herzlich willkommen, sofern ihre motorische Behinderung mit den Rahmenbedingungen der Naturpädagogik
vereinbar ist.
Grundpfeiler der pädagogischen Arbeit von Kind und Natur sind
Ganzheitlichkeit (Mit-allen-Sinnen-Lernen), Integration, Familien begleitende Förderung.